Angebote für psychisch kranke Menschen
1975 hat eine Enquete-Kommission einen Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland verfasst und damit einen wichtigen Reformprozess angestoßen, der bis heute andauert. Kritisiert wurde damals die lange Verweildauer psychisch kranker Patienten in Krankenhäusern. Damals wurden 30% der psychisch kranken Patienten länger als 10 Jahre stationär behandelt. Die damaligen Großkrankenhäuser befanden sich meist in abgelegenen Gegenden. Gefordert wurde in dem Enquete- Bericht unter anderem:
- größtmögliche Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
- gemeindenahe vor stationärer Versorgung
- Auf- und Ausbau psychiatrischer Abteilungen an Allgemeinkrankenhäusern
- Enthospitalisierung der Langzeitpatienten
- Gleichstellung psychisch Kranker mit körperlich Kranken
- Ausbau ambulanter Hilfsangebote im Lebensumfeld der Patienten
- Kooperation und Koordination aller Verssorgungsdienste.
Die 1975 begonnene Psychiatriereform hat die Situation psychisch erkrankter Menschen in Deutschland wesentlich verbessert. Die Einrichtungen der AWO Karlsruhe für psychisch kranke Menschen orientieren sich am Geist des Enquete-Berichts. Die verschiedenen Angebote haben alle das Ziel, psychisch kranken Menschen größtmögliche Normalität und Eigenständigkeit zu bieten.




