Somajeh-Cathrin Noheh-Khan
Unternehmenskommunikation

AWO Karlsruhe gemeinnützige GmbH
Rahel-Straus-Str. 2
76137 Karlsruhe

Tel: 0721 35007-168
E-Mail: s.noheh-khan@awo-karlsruhe.de

Schulische Hilfen 2017-07-24T16:19:21+00:00

ANGEBOTE FÜR SCHÜLERINNEN UND SCHULEN

Aus der Praxis von Schule und Jugendhilfe wird berichtet, dass zunehmend mehr Kinder und Jugendliche Schul- und Lernprobleme haben und sich – auch in folge davon- dem regelmäßigen Schulbesuch verweigern. Dies betrifft vor allem junge Menschen in schwierigen sozialen und familiären Lebensverhältnissen.

Mit Blick auf die von schulischer Ausgrenzung besonders betroffene Gruppe der jungen Mensch aus sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten und Familien mit Migrationshintergrund bedarf es vor allem eines „Schulterschlusses“ des sozialtherapeutischen Kinder und Jugendhilfeverbundes der AWO Karlsruhe gemeinnützige GmbH und den Karlsruher Schulen. Nur so kann es gelingen sozial bedingte Lernnachteile aufzuarbeiten und eine optimale Entfaltung der Leistungspotenziale jedes jungen Menschen zu ermöglichen.

Schulverweigerung und schlechte Bildungschancen für junge Menschen sind ein gesellschaftliches Problem. Ihre Überwindung ist für unsere Gesellschaft von herausragender Bedeutung. Eine zukunftsgerechte Bildung vor allem für Kinder aus sozial schwierigen Lebensverhältnissen verlangt nach dieser engen Zusammenarbeit zwischen dem sozialtherapeutischen Kinder und -Jugendhilfeverbund der AWO Karlsruhe gemeinnützigen GmbH und den Karlsruher Schulen, um schulische Bildung und soziale sowie personale Förderung konsequent miteinander zu verbinden.

Eine erfolgreiche Reintegration von SchülerInnen und Schülern in das Regelschulsystem und eine soziale Integration ist umso mehr möglich, wenn diese Kooperation gelingt. Aufgrund dessen bietet der sozialtherapeutische Kinder und Jugendhilfeverbund der AWO Karlsruhe ein breit gefächertes Angebotsspektrum für SchülerInnen und Schulen der Stadt Karlsruhe.

Die 2. Chance

  • Ihr Kind geht nicht mehr zur Schule?
  • Ihr Kind hat schulischen Unterstützungsbedarf?
  • Ihr Kind kann sich schlecht konzentrieren?
  • Ihr Kind verweigert die Mitarbeit im Unterricht?
  • Ihr Kind hat Schwierigkeiten im Umgang mit SchülerInnen und LehrerInnen?
  • Sie möchten Ihr Kind unterstützen?

Wir „Die 2. Chance“ bieten Ihnen breit gefächerte Unterstützungsangebote, welche individuell an die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst werden.

Hier können Sie unseren Flyer herunterladen.

Logo der Stadt Karlsruhe

Das Angebot “2. Chance” wird durch die Freiwilligen Leistungen der Stadt Karlsruhe gefördert.

SCHULE DES LEBENS

Wer kann teilnehmen?

Das Angebot richtet sich an Jugendliche, die sich bereits auf weiterführenden Schulen befinden und durch ihr aktives und oder passives schulverweigerndes Verhalten ihre Schulkarriere generell und/oder ihren Abschluss gefährden.

Mit der Erweiterung für Schüler und Schülerinnen auf Gymnasien versteht sich „Schule des Lebens“ als eine direkte Weiterentwicklung, basierend auf den Erfahrungen der 2. Chance auf Basis eines systemischen Case-Managements. „Schule des Lebens“ ist als lebensweltorientierte Jugendhilfe angelegt, deren pädagogische Haltung schulverweigerndes Verhalten als subjektiv sinnvolle Problemstrategie der Jugendlichen anerkennt, um eine Stigmatisierung zu vermeiden.

Schule des Lebens

Zielsetzung:

Wertschätzung und das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit werden mit den Casemanagern erarbeitet, sodass sich die Jugendlichen der erhöhten Eigenverantwortung einer Bildungskarriere im 21. Jahrhundert erfolgreich stellen können. Da die meisten Regelschulen auf krisenhafte Lernverläufe nur bedingt alternativ einwirken können, da sie durch schulische Sanktionsmittel wie Noten oder Versetzung funktionieren, werden Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung immer wieder von außen in Frage gestellt und es entstehen negativen Selbstkonzepte, konkret im Bereich Schule, der doch auf das Leben und den Beruf vorbereiten soll. Anstatt Schule positiv zu besetzen und als Herausforderung und Schule des Lebens anzuerkennen, kommt es zu schulvermeidendem Verhalten bis die Schule ganz aus der Lebenswirklichkeit herausfällt. Gerade in Verbindung mit familiären Lebenssituationen kommt es zu einer Destabilisierung von Alltag und Schule. Hinzu kommt, dass die Peer-Group immer mehr in den Fokus tritt und das Selbstwertgefühl immer weniger von schulischen Leistungen geprägt wird, als durch die  Erfahrungen mit anderen Gleichaltrigen.

Insofern arbeiten wir mit den Jugendlichen multiperspektivisch an einer gezielten Integration in die Schule beziehungsweise bieten Beschulungen bei uns vor Ort an, sowie parallel eine Neuorientierung und Ablösung von derzeitigen Lebensgestaltung.

Derzeit verlassen jährlich ca. 6% der Schulabgängerinnen und Schulabgänger eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. “Ich wollte zur Schule gehen, bin auch aufgestanden, aus dem Haus raus“, so ein Jugendlicher – und meint dann leise: „aber dann bin ich doch in eine andere Richtung gefahren“.

Aktive Schulverweigerer und Schulverweigerinnen bringen mit ihrem Verhalten offen zum Ausdruck, dass sie nicht gewillt oder in der Lage sind, schulischen Anforderungen nachzukommen. Ihr Verhalten ist eher nach außen gerichtet und soll für Lehrkräfte, Eltern und andere Bezugspersonen geradezu sichtbar ein.

Der Erfolg von Schule des Lebens kann auf verschiedenen Ebenen festgestellt werden. Zum einen sind die Entwicklungen und die Erfolge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausschlaggebend. Im Schuljahr 2015/2016 haben 36 Schüler der Prüfungsklassen teilgenommen. Davon waren 9 Jungs und 5 Mädchen aus der 9. Klasse Werkrealschule, 1 Junge und 6 Mädchen aus der 10.Klasse Werkrealschule und 4 Jungs und 5 Mädchen aus der 10. Klasse Realschule. Alle Prüfungskandidaten haben ihren Abschluss geschafft und machen entweder mit der Regelschule weiter, ein freiwilliges soziales Jahr oder haben eine Ausbildungsplatz bekommen. Zum anderen kann der Erfolg an einer regelmäßigen Teilnahme an den Einzelgesprächen, Wahrnehmung der dem Jugendlichen angebotenen Unterstützungsangebote selber und an den stattfinden außerschulischen Aktivitäten gemessen werden.

Schule des Lebens- Vorfahrt für einen erfolgreichen Schulabschluss!

Logo Europäischer Sozialfond Baden-Württemberg

Die Schule des Lebens wird gefördert durch Mittel des Europäischen Sozialfonds Baden-Württemberg.

SINNVOLL LERNEN

SINNvoll Lernen ist ein breit gefächertes Angebot, welches Schülern und Schülerinnen eine individuell an die Bedürfnisse angepasste schulische Unterstützung bietet. Das Projekt gibt es seit 2012. Innerhalb von SINNvoll Lernen erhalten Schüler und Schülerinnen eine Lernbegleitung und/oder ein Lerncoaching. Eine Lernbegleitung kann in allen Fächern und an jedem Wochentag angeboten werden. Wie oft und wie hoch der Bedarf ist wird bei jedem Kind und Jugendlichen individuell ermittelt. Grundsätzlich kann jeder Schüler und jede Schülerin ab der ersten Klasse bis zum Abitur eine Lernbegleitung im Einzel- bzw. im Gruppensetting (max. 4 Schüler/Schülerinnen) erhalten. Gerne werden auch angebotene Intensivprüfungsvorbereitungskurse in Anspruch genommen. Diese Gruppen- und Einzelsettings werden durch Freiwillige Helfer auf ehrenamtlicher Basis gestaltet. Freiwillige Helfer sind meist PH-Studierende aber auch Studierende anderer Hochschulen, sowie pensionierte Lehrer und Lehrerinnen.

Die Kinder und Jugendlichen kommen über verschiedene Wege zu uns – oftmals empfiehlt die Schule eine Lernbegleitung. Aber auch von Freunden und Freundinnen sowie Kollegen und Kolleginnen wird SINNvoll Lernen empfohlen. Das Projekt freut sich über immer größere Beliebtheit, sodass momentan 70 Kinder und Jugendliche und 32 Freiwillige aktiv sind.  Dank dem Bildungs- und Teilhabepaket können auch Kinder und Jugendliche aus Familien, die über wenig finanzielle Mittel verfügen, eine individuelle schulische Unterstützung erhalten.

Angebot

SINNvoll Lernen bietet verschiedenste Möglichkeiten der Lernbegleitung an. Die Lernbegleitung findet bedarfsorientiert statt. Dabei kommt es immer auf den individuellen Bedarf des Kindes an. Die Lernbegleitung kann in den Räumlichkeiten von SINNvoll Lernen stattfinden, zu Hause, in der Schule oder auch in anderen Räumlichkeiten der AWO Karlsruhe.

Einzelsetting:

Hier ist eine intensivere Art der Lernbegleitung geboten. Ein Lernbegleiter unterstützt ganz individuell seinen Schüler/seine Schülerin. Wie häufig die Lernbegleitung stattfindet, die Dauer  und in welchen Fächern ist individuell abzustimmen.

Gruppensetting:

Im Gruppensetting (pro Lernbegleiter maximal 4 Kinder/Jugendliche) können Kinder und Jugendliche neben der schulischen Bildung auch noch das Lernen in der Gruppe erfahren. Die Gruppensettings finden meistens zwischen 14.00-15.30 Uhr bzw. 15.45-17.00 Uhr statt.

Unterstützung Externe Beschulungen:

Manche Jugendliche erhalten eine externe Beschulung. Um ihnen neben einen Tagesrhythmus  auch bei den zugeschickten Wochenaufgaben Unterstützung zu bieten, können Jugendliche sowohl morgens als auch mittags mit einem Lernbegleiter/einer Lernbegleiterin ihre Aufgaben erledigen.

Prüfungsvorbereitungen:

Oftmals ist ein höhere Bedarf bei Jugendlichen vorhanden, wenn sie ihren Abschluss machen. Hier werden intensive Prüfungsvorbereitungen, auch in den Ferien, angeboten.

Kontakt

Firdevs Kaplaner
Einrichtungsleitung/
Freiwilligenmanagement

Tel: 0721 98 96 33 – 12
E-Mail: f.kaplaner@awo-karlsruhe.de

Claudia Schlüssel
Lerncoach

Tel: 0721 98 96 33 – 11
E-Mail: c.schluessel@awo-karlsruhe.de

Manuel Maisch
Casemanagment

Tel: 0721 98 96 33 – 21
E-Mail: m.maisch@awo-karlsruhe.de

KURSE UND TRAININGS

Im Rahmen unserer Hilfen und Angebote bieten wir für Schüler, Schülerinnen, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen ein breites Spektrum von Kursen, Trainings, Fort- und Weiterbildungen an, dazu gehören u.a.: ein betreutes Internetcafé, Teilnahme am Angebot der AWO EPA – Erlebnis-Pädagogik-Abenteuer und die Schulkurs AG “Fit fürs Leben”:

BETREUTES INTERNETCAFÉ

Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit im Internet zu recherchieren, sich auszutauschen, Bewerbungen zu schreiben und sie finden hier Unterstützung von den anwesenden Betreuern.

Kontakt

Simone Kottmann
Sachgebietsleitung
AWO Zentrum Durlach
Gritznerstr.8
76227 Karlsruhe

Tel.: 0721  98 96 33 – 10
E-Mail: s.kottmann@awo-karlsruhe.de

ERLEBNISPÄDAGOGISCHE TRAININGS

Sozialkompetenz erwerben und die persönliche Grenzerfahrung suchen.

Wir verbinden in unseren Kursen herausfordernde Problemlösungsaufgaben mit gezielter Anleitung in den Erfahrungsfeldern Natur und Hochseilgarten. In der Auseinandersetzung mit dieser Herausforderung machen die Teilnehmer/Innen Erlebnisse, die ihr bisheriges Spektrum an Handlungsmöglichkeiten, Verhaltensweisen oder Denkmustern erweitern.

Durch die direkte Spiegelung des Ergebnisses wird das Erlebte verinnerlicht. Wiederkehrende Reflexionsrunden dienen dazu, Handlungsansätze zu thematisieren und einen Übertag in den Alltag herzustellen.

EPA Logo

Detaillierte Informationen unter www.epa.awo-karlsruhe.de

FIT FÜRS LEBEN

Das Kursangebot Fit fürs Leben ist ein gruppenpädagogischer, sozialraumorientierter, ambulanter, lebensweltspezifischer Baustein der 2. Chance. Bei diesem Kurs handelt es sich um ein festes Angebot im Rahmen der Beschulung der Klassen 5-9 und der Vorbereitungsklassen für maximal 15  SchülerInnen. Fit fürs Leben wird an einem Schultag pro Woche für 1,5 h Zeitstunden angeboten. Grundlage des Konzepts bildet die soziale und kulturelle Umwelt.

Kontakt

Firdevs Kaplaner
Einrichtungsleitung
AWO Zentrum Durlach
Gritznerstr.8
76227 Karlsruhe

Tel.: 0721 98 96 33 – 12
E-Mail: f.kaplaner@awo-karlsruhe.de

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Sie erreichen uns mit den Straßenbahnen Linie 2 und 8 an der Haltestelle Gritznerstraße und der Linie 1 an der Haltestelle Auerstr.

Freizeitstätte Spielberg

Klassen, Gruppen, Vereine und Organisation  können die 2011 renovierte Freizeitstätte Spielberg nutzen.

Die Anlage besteht aus vier Schwedenhäuschen, die mit 6 -12 Betten ausgestattet sind. In einem Haus befinden sich ein Aufenthaltsraum und eine Küchenzeile. Zudem gibt es großzügig angelegte Sanitärräume im AWO Haus Spielberg. Die Verpflegung kann vom angrenzenden Haupthaus übernommen werden.

Neben schönen Ausflugszielen rund um das Örtchen Spielberg, besteht die Möglichkeit natur- und erlebnispädagogische Gruppentrainings zu absolvieren.

Weitere Infos erhalten Sie unter www.awo-reisen.de oder unter 0721 35007 – 151.

Flyer Freizeitstätte Spielberg

Gefördert durch die:

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https://www.gluecksspirale.de/