In Karlsruhe wächst ein starkes Bündnis für Klimaschutz in sozialen Einrichtungen. Gemeinsam mit der BürgerEnergieGenossenschaft Durmersheim eG und weiteren Unternehmen aus der Sozialwirtschaft bauen wir die Nutzung von Photovoltaik konsequent aus. Als AWO Karlsruhe beteiligen wir uns mit unserer Kita Pamina an dieser Partnerschaft denn Soziale Arbeit und Energiewende gehören für uns zusammen.

Foto (Lebenshilfe/Sauermost): Mitglieder der Bürgerenergiegenossenschaft Durmersheim trafen sich am 6. Februar mit den Sozialpartnern und der Sozialbürgermeisterin Yvette Melchien zur Inbetriebnahme der PV-Anlage der HWK-Betriebsstätte, Am Storrenacker 27.
Die BürgerEnergieGenossenschaft Durmersheim eG betreibt inzwischen zehn Photovoltaikanlagen auf Dächern sozialer Einrichtungen in Karlsruhe.
Wirkung auf einen Blick
Maßnahme: Photovoltaik auf sozialen Gebäuden
Modell: Genossenschaftliche Kooperation
CO₂-Einsparung gesamt: 620 t pro Jahr
Eigenstromnutzung: bis zu 75 % möglich
Nutzen: Kostensenkung, Planungssicherheit, Klimaschutz, Umweltbildung
Der erzeugte Solarstrom wird größtenteils direkt in den Einrichtungen verbraucht. So können bis zu 75 Prozent des Strombedarfs nachhaltig gedeckt werden. Auch unsere Kita Pamina nutzt Sonnenenergie vom eigenen Dach. Die Genossenschaft übernimmt Planung, Finanzierung und Betrieb – wir stellen die Dachfläche bereit und beziehen den erzeugten Strom.
Unser Beitrag als AWO Karlsruhe
Mit 93 Einrichtungen und rund 1.900 Mitarbeitenden tragen wir Verantwortung für eine nachhaltige soziale Infrastruktur in Karlsruhe. Die Photovoltaikanlage auf der Kita Pamina ist Teil unserer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie.
Dazu gehören unter anderem:
- Ausbau erneuerbarer Energien
- klimabewusstes Gebäudemanagement
- nachhaltige Beschaffung
- Ressourcenschonung im Alltag
Klimaschutz und Teilhabe gemeinsam gestalten
Für uns ist klar: Klimaschutz ist dann erfolgreich, wenn er sozial gerecht gestaltet wird. Durch die Partnerschaft mit der BürgerEnergieGenossenschaft Durmersheim eG schaffen wir eine nachhaltige Energieversorgung, die unsere Einrichtungen stärkt – heute und für kommende Generationen. So gestalten wir soziale Arbeit in Karlsruhe verantwortungsvoll, zukunftsfähig und klimabewusst. Soziale Träger stehen unter wachsendem finanziellen Druck. Steigende Energiepreise, neue Berichtspflichten und hohe Qualitätsanforderungen fordern unsere Einrichtungen täglich heraus.
Die Zusammenarbeit mit der Bürgerenergiegenossenschaft ermöglicht uns:
- stabile und niedrigere Stromkosten
- langfristige Planungssicherheit
- Umsetzung baulich-energetischer Maßnahmen ohne Eigeninvestition
Das heißt konkret: Mehr Ressourcen für pädagogische Arbeit statt für Energieausgaben.
Mit jeder installierten Photovoltaikanlage sinkt der CO₂-Ausstoß. Die neuen Anlagen in Karlsruhe zeigen, welches Potenzial in sozialen Gebäuden steckt. Allein zwei aktuelle Anlagen in Hagsfeld produzieren jährlich 527.000 Kilowattstunden Sonnenstrom, sparen 310 Tonnen CO₂ ein und könnten rechnerisch rund 240 Haushalte versorgen. Das verdeutlicht:
Soziale Infrastruktur kann ein aktiver Motor der lokalen Energiewende sein.
In unserer Kita Pamina ist Klimaschutz nicht abstrakt. Kinder erleben, dass Strom aus Sonnenenergie entsteht. Nachhaltigkeit wird im Alltag sichtbar und pädagogisch aufgegriffen.
So verbinden wir:
- Umweltbildung
- Ressourcenschonung
- Zukunftskompetenz
Klimaschutz beginnt auf dem Dach – und wirkt im Gruppenraum weiter.
Ein starkes Netzwerk für Karlsruhe
Neben der AWO Karlsruhe engagieren sich in dem Netzwerk:
- die Lebenshilfe Karlsruhe mit mehreren PV-Anlagen auf eigenen Gebäuden
- der Verein für Jugendhilfe, der einen Teil seines Strombedarfs über eine neue Dachanlage deckt
- die Heimstiftung Karlsruhe mit Einrichtungen der Pflege und Jugendhilfe
- Pro-Liberis gGmbH als weiterer Partner im Bereich Bildung und Betreuung
Gemeinsam zeigen wir:
Klimaschutz rechnet sich – ökologisch, ökonomisch und sozial.
Februar 2026