20. Februar 2026 | Redaktion: AWO Karlsruhe gemeinnützige GmbH
Warum Sprachkurse für Integration unverzichtbar sind
Der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen Baden-Württemberg (LAKA) hat den Wegfall der freiwilligen Sprachkurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) scharf kritisiert. Sprachkenntnisse sind die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Integration. Ohne sie bleiben Chancen auf Ausbildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe stark eingeschränkt.
- Die LAKA vertritt seit 1998 die Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte in Baden-Württemberg.
- Deutsch ist die Behördensprache in Baden-Württemberg – fehlende Sprachkenntnisse erschweren den Alltag erheblich.
- Fehlende Sprachförderung führt zu weniger Steuereinnahmen und höherer Abhängigkeit von Transferleistungen.
Welche Folgen hat der Wegfall für den Arbeitsmarkt in Karlsruhe?
Viele Zugewanderte bringen Berufserfahrung und Motivation mit. Die AWO Karlsruhe beobachtet: Ohne systematische Sprachförderung gelingt der Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung oft nicht. Betriebe in Karlsruhe verlieren dadurch qualifizierte Nachwuchskräfte und Planungssicherheit. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt, wenn Sprachförderung fehlt. Der LAKA warnt: Ausbildungsverhältnisse werden gefährdet, weil die sprachliche Begleitung wegfällt.
Was bedeutet das für Familien und Kinder in Karlsruhe?
Sprachkompetenz wirkt generationenübergreifend. Eltern, die Deutsch sprechen, können schulische Informationen verstehen, mit Lehrkräften sprechen und ihre Kinder beim Lernen unterstützen. Fehlende Sprachförderung benachteiligt so nicht nur Erwachsene – sondern auch ihre Kinder.
- Gute Deutschkenntnisse der Eltern verbessern die Bildungschancen der Kinder nachweislich.
- In Baden-Württemberg erfolgen Anträge, Beratungen und behördliche Kommunikation grundsätzlich auf Deutsch.
Was fordert die LAKA – und was bedeutet das für die Integrationspolitik?
Der LAKA fordert verlässliche und niedrigschwellige Zugänge zu Sprach- und Integrationsangeboten. LAKA-Vorsitzender Daniel Setzler bringt es auf den Punkt: „Wer an Sprachkursen spart, spart am falschen Ende.“ Investitionen in Sprachförderung seien Investitionen in Beschäftigung, Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
- Der LAKA ist gesetzlich anerkannter Ansprechpartner der Landesregierung Baden-Württemberg (PartIntG BW § 10).
- Die Pressemitteilung des LAKA wurde am 12. Februar 2026 veröffentlicht.
Welche Folgen hat der Wegfall für den Arbeitsmarkt in Karlsruhe?