Die Pflegelandschaft in Deutschland steht unter massivem finanziellem Druck. Während die Kosten für hochwertige Pflegeplätze stetig steigen, wächst der Schuldenberg der Sozialämter gegenüber den Trägern. Auch in Karlsruhe und der Region ist diese Entwicklung deutlich spürbar. Was bedeutet das für die Zukunft der Senior*innen?
Zahlungsverzug der Ämter belastet Pflegeheime
Bundesweit fehlen den Pflegeeinrichtungen rund eine halbe Milliarde Euro, da Sozialämter mit den Zahlungen für die Bewohner*innen im Rückstand sind. In Baden-Württemberg geht es um zweistellige Millionenbeträge. Die AWO Karlsruhe, die sieben Seniorenzentren betreibt, sieht sich mit einer paradoxen Situation konfrontiert: Die Anforderungen an gute Pflege steigen, während die Refinanzierung durch die öffentliche Hand stockt.
Steigende Kosten für Bewohner*innen und Angehörige
Nicht nur die Träger, auch die Betroffenen kämpfen mit der Teuerung. Ein Platz in einem Seniorenzentrum ist für viele Menschen allein durch die Rente kaum noch finanzierbar. In einem exklusiven Beitrag von Baden TV erläutert Clarissa Simon, Prokuristin und Leiterin des Geschäftsbereichs Gesundheit und Pflege bei der AWO Karlsruhe, die aktuelle Lage.
„Pflege wird teurer, und gute Pflege erst recht. Wir müssen Wege finden, die Qualität zu sichern, ohne die Träger und die Angehörigen finanziell zu überfordern,“ betonte Clarissa Simon.
Video-Beitrag: Talk mit Clarissa Simon
Sehen Sie hier den vollständigen Talk mit Baden TV-Moderatorin Ronja Schrimpf über die Herausforderungen in der Region Karlsruhe und die notwendigen Schritte für eine sichere Pflege der Zukunft:
